Baustelle

Mythos und Wirklichkeit bei ver.di im Landesbezirk sat sich für ihre erwerbslosen Mitglieder stark zu machen

Darf man davon reden, dass ver.di im Landesbezirk sat überhaupt noch die Interessen ihrer Mitglieder, die potentiell von Erwerbslosigkeit bedroht sind, vertritt.
http://www.nojobfm.de/12/10/ver.di_vs._gegenwind.html


Der Mythos bzw. das Motto z.B. des Bezirkserwerbslosenausschusses von verdi Sachsen-Anhalt Süd lautet :

Einmischen in die Probleme
Reden über Sorgen und Schwierigkeiten
Würde der Menschen bewahren
Einbeziehen in alle Gremien bei ver.di
Reagieren auf Gesetzesänderungen
Beraten und Betreuen
Soziale Probleme bewältigen helfen
Lobby für Erwerbslose wecken und stärken
Offene Diskussion führen
Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit
Einbeziehen in die Meinungsbildung
Nicht aufgeben, sondern kämpfen und sich wehren
Aufrütteln und aus der Resignation wecken
Unterstützung bei Aktionen gegen Arbeitslosigkeit
Solidarität zeigen
Soziale Mindestsicherung
Charakter zeigen und behalten
Hilfe anbieten, geben und erhalten
Unterstützung für ver.di geben und von ver.di fordern
Seminare zur Weiterbildung nutzen
Sich zur Wehr setzen

siehe auch: http://sachsen-anhalt-sued.verdi.de/frauen_gruppen/erwerbslose

Doch wie sieht im Vergleich dazu die Wirklichkeit aus ?!?

In ihrem Bezirk engagiert sich bis fast zur Selbstaufopferung die Initiative Gegenwind e.V. für Erwerbslose
.

In meinen Augen ein sehr wichtiges Thema

Im Rahmen der Unterstützung von Gegenwind e.V. hat sich die Gewerkschaft ver.di eindeutig gegen jegliche Zusammenarbeit mit Gegenwind geäußert.

Seit Jahren gab es wiederholte Bestrebungen zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Gegenwind von ver.di- Mitgliedern des Bezirkserwerbslosenausschusses (BezEA) des Bezirks Vogtland / Zwickau und des Landesbezirk sat Sachsen / Sachsen-Anhalt / Thüringen. Im Februar wurde kurzerhand eine direkte Vorstellung von Gegenwind im Rahmen einer Klausur des Landesbezirkserwerbslosenausschusses (LEA) von ver.di verhindert.
Statt dessen sollte eine Aussprache mit Gegenwind im Mai bei einer Sitzung des LEA's stattfinden.
Vorher im März 2012 wurde Mitgliedern von Gegenwind (welche Mitglieder der Gewerkschaft ver.di sind) der Zutritt zu den Räumlichkeiten von ver.di mit Verweis auf das Hausrecht untersagt und das sogar trotz vorheriger direkter Einladung durch den BezEA (vgl. S.2).
Später durften diese Mitglieder, welche sowohl Mitglieder in ver.di wie auch bei Gegenwind waren, zwar an den Sitzungen vom BezEA teilnehmen – allerdings nur als Gäste.
Im Mai fand eine Erörterung im LEA ohne die Teilnahme von Gegenwind statt, wo es unter anderem um die Unterstützung bei der Rücknahme des Hausverbots gegen Andreas Pianski ging. Im Ergebnis blieb eine erwartete Hilfe für Andreas und auch für Gegenwind aus. Statt eines Einladens von Vertretern von Gegenwind wurde in Leipzig mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten argumentiert und der Versuch einer sachlichen gemeinsamen Bewertung der Situation wurde unterlassen.

Gegenwind organisierte Aktionen gegen eine Leiharbeitsmesse am 20.6.2012 und Zahltage am 2.7.2012 und später am 3.9.2012.
Nach dem Sklavenmarkt am 20.6. und dem Zahltag im Juli erfolgte ein Austritt [Anfang November gab es mittlerweile eine mündliche Aussprache als ein Beginn zur Beilegung des Konflikts zwischen ihr und dem Verein
] der Vorsitzenden des BezEA aus dem Verein Gegenwind.
Gemeinsam mit der Bezirksgeschäftsführung unterschrieb die Vorsitzende des BezEA's dann Schreiben an die Mitglieder von Gegenwind Monika Madaus und Andreas Pianski, in denen der ver.di Bezirksvorstand eindeutig die Unterstützung von Gegenwind untersagt.
Andreas Pianski wurde das Recht untersagt in dem Bezirk, wo er politisch für die HartzIV-Betroffenen aktiv ist und in welchem er selber HartzIV-Leistungen erhält, politisch für ver.di-Erwerbslosen tätig zu werden. Er sollte sich in dem anderen ver.di-Bezirk im BezEA beteiligen, wo er wegen seines Wohnsitzes im Grenzbereich gemeldet ist.
In dem Schreiben an Monika Madaus informierte man sie, dass die Geschäftsführung des Bezirks ihr jegliche Erwähnung von Veranstaltungen und Aktionen von Gegenwind unter Androhung der Anwendung des Hausrechts verbietet und die Geschäftsführung Vertreter von Gegenwind der Sitzung verweisen würde.
Auch gab es Aufforderungen seitens der Geschäftsführung des ver.di- Bezirks an andere Mitglieder des ver.di- BezEA's zum Austritt aus Gegenwind.
Diese verhielten sich aber loyal zum Anliegen des Vereins Gegenwind und zu den Interessen der HartzIV- Betroffenen.

Verständlicherweise reagierten die Gewerkschaftsmitglieder von Gegenwind auf die reglementierenden Schreiben der Geschäftsführung.
Andreas Pianski verwies auf den öffentlichen Charakter der Sitzungen des BezEA's und auf das nichtgenannte Ziel - die Verweigerung der Teilnahme seiner Person bei den Sitzungen des BezirksEA Vogtland-Zwickau.
Dabei ist es schon seit Jahren das Ziel einer direkten Zusammenarbeit der beiden BezEA's der Bezirke Chemnitz und Vogtland-Zwickau, wie man dem letzten Link entnehmen kann, gab es am 3.11.2011 ein gemeinsames Treffen der beiden BezEA's in Zwickau. Was man dem Link nicht entnehmen kann ist, dass eine Delegation von Gegenwind wegen des damals bestehenden Hausverbots gegen Andreas Pianski bei dieser Veranstaltung erschien und um Unterstützung durch beide Ausschüsse bat und um eine offizielle Zusammenarbeit aller (im Interesse der Betroffenen) zu erreichen. Eingeladen war auch ein CDU-Politiker.
Eine besondere Rolle hätte dabei Sabine Zimmermann spielen können, denn sie hat einen Sitz im Beirat der ARGE / des Jobcenters Zwickau. Was man ihrer Webseite und auch dieser Webseite des Bundestages nicht entnehmen kann ist,
dass es schon lange Spannungen gab zwischen ihr und Gegenwind. Gegenwind warf der Politikerin die direkte Unterstützung bei der Einrichtung von prekärer Beschäftigung in parteinahen Vereinen (egal ob von der LINKEN oder der SPD) vor.

Gegenwind praktizierte seit dem Frühjahr 2012 Zahltage in Zwickau. Nach der Verhinderung des Sklavenmarkts in Bad Schwalbach wurde auch in Zwickau ein Protest gegen eine Leiharbeitsmesse am 20.6.2012 organisiert.
Seltsamerweise beteiligte sich ver.di nicht direkt selber an diesem Protest, statt dessen trat ein ver.di- Funktionär auf und protestierte gegen die Verwendung von ver.di- Symbolen.
Am Zahltag am 2.7.2012 erschien dann die Geschäftsführerin des Bezirks selber.



http://www.ali-gegenwind.de/2012/07/04/montag-war-zahltag/


Wie oben schon zu lesen war, gab es danach das Schreiben über den Austritt eines Mitglieds aus dem Verein, das Schreiben mit der Androhung der Wahrnehmung des Hausrechts der Geschäftsführerin gegenüber Monika Madaus und das Schreiben mit der Ablehnung der Teilnahme des ver.di- Mitglieds Andreas Pianski an den Veranstaltungen des BezEA Vogtland-Zwickau.
Auf die Anfrage von Andreas Pianski gab es bisher keine Antwort. Auch die Beantwortung des Schreibens von Monika Madaus blieb offen.
Auch ein Verein aus Bad Homburg erhielt ein Schreiben mit der Androhung einer kostenpflichtigen Unterlassungsklage.

Statt miteinander zu reden, gab es dann am 7. August im LEA einen Beschluss im Rahmen einer nichtöffentlichen Sitzung (vgl. Auschnitt aus dem Protokoll).
Nicht eingeladen waren Vertreter von Gegenwind und selbst das ehemalige Vereinsmitglied und die Vorsitzende des BezEA's wurde nur kurz angehört und musste sofort danach die Sitzung verlassen. Der Beschluss des LEA's (siehe Protokoll) wurde im Anschluss und in ihrer Abwesenheit gefaßt.

Am 3. September wurde ein nächster Zahltag durch Gegenwind in Zwickau durchgeführt.
Dies mal erschien die Geschäftsführerin des Bezirks nicht selber, dennoch wurde eine ver.di -Präsenz wiederum kritisiert.
Mit der Androhung einer kostenpflichtigen Unterlassungsklage drohte nunmehr der Geschäftsführer des Landesbezirks von ver.di.
Daraufhin wandte sich Gegenwind an den Bundesvorstand von ver.di.

Trotzdem hält der Druck auf Gewerkschaftsmitglieder wegen der Solidarisierung mit Gegenwind und seinen Zahltagen weiterhin an.
Eine Aussprache am 20.9.2012 sollte mit der Geschäftsführung des Landesbezirks stattfinden.
Dieser Termin wurde durch Gegenwind abgelehnt, weil eine teilweise Beantwortung offener Fragen zumindest eine Voraussetzung für Gespräche auf Augenhöhe sein sollte.
Mittlerweile wird sich Anfang November wieder der LEA mit dem Thema Gegenwind beschäftigen, und so redet man über statt miteinander.

Ein besonderer Skandal ist dabei, dass man nicht die ehrliche Interessensvertretung der Aktivisten von Zahltagen und Beiständen behandelt, sondern die Gewerkschaft sich auch hier zum Handlanger der Militärpsychologen (Gerster, Weise und anderer) in der Bundesanstalt für Verarmung und Liquidierung der Überflüssigen machte und macht.
Und die Nutznießer des Ausraubens haben nun ihren Fall Sender Gleiwitz mit dem Vorfall in Neuss und der erledigten „Angreiferin“ Christy Schwundeck.

Fazit:
Natürlich bisher keine akzeptable Antwort durch die Gewerkschaft ver.di, kein Wort zum Thema Zwang zur Arbeit trotz Zwang in die Leiharbeit.
Kein Wort zu den Sanktionen, keinerlei Selbstkritik zum Thema ehrlicher 2. Arbeitsmarkt und 3. Arbeitsmarkt.


Forderung beim Sklavenmarkt in Zwickau.

Micha


Motto der Arbeit des ERWERBSLOSENAUSSUSSes:



http://sachsen-anhalt-sued.verdi.de/frauen_gruppen/erwerbslose



Der Bundesvorstand hat am 22.10.geantwortet (lesen).




Hier zur Einstiegsseite "Mythos und Wirklichkeit bei ver.di im Landesbezirk sat sich für ihre erwerbslosen Mitglieder stark zu machen"
Chronologisch geordnete Dokumente
Empfängergruppen orientierte Dokumente
Nachweis der "Bereitschaft" für die widersprüchliche Gesprächsbereitschaft der Gewerkschaft ver.di